Januar und März 2026 Senegal

Januar

Mitte Januar kehrte ich zurück in den Senegal nach Ziguinchor.

Das Ziel dieser Reise war es, zu klären wie es mit dem Container weitergeht. Die Leute vom Centre de readaption à Boutoute erwarten einen eigenen Container, und die Abmachung war, dass unserer bis Ende Januar weg sein sollte. Ausserdem wollte ich die neu geknüpften Kontakte vertiefen.

Als erstes besuchten wir den Directeur de l’action sociale von Ziguinchor. Er war sehr angetan vom Material, das wir ihm überlassen hatten (ein paar wenige Rollstühle, einige Rollatoren und ein paar mehr Krücken).

Wir fragten ihn, ob er uns beim Verkauf des Containers behilflich sein könne. Das wäre für uns die bevorzugte Lösung, da wir den Erlös aus dem Verkauf in den Aufbau der Werkstatt investieren könnten.

Schliesslich stellte sich heraus, dass die Leute in Boutoute den Container gerne selbst kaufen möchten. Wegen der Finanzierung müssen sie sich jedoch noch mit ihren Partnern einigen, sodass der Verkauf noch nicht über die Bühne gehen konnte.

Auch der weitere Verlauf meines Aufenthaltes war nicht ganz so effizient wie gehofft.
Das Dispensaire in Belfort konnten wir nicht besuchen, da im ganzen Land gestreikt wurde.

Alles in Allem also nichts neues: Im Senegal braucht vieles einfach etwas mehr Zeit.
Mein Aufenthalt war diesmal mit knapp einer Woche allerdings auch recht kurz. Für März war deshalb ein etwas längerer Aufenthalt von gut 2 Wochen geplant.

März

Leider kam alles ganz anders: Genau an dem Tag, an dem wir in den Süden nach Ziguinchor reisen wollten, erhielt ich die Nachricht, dass mein Vater mit einer starken Hirnblutung ins Spital gebracht worden war. So trat ich noch am selben Tag die Rückreise in die Schweiz an, anstatt wie geplant mit dem Schiff in den Süden zu reisen.

Bassirou versuchte daraufhin, die Dinge ohne mich zu regeln. Er einigte sich mit dem Leiter des Centre in Boutoute auf einen Preis für den Container, nach dem ich diesbezüglich seit Januar immerwieder hingehalten worden war.

Doch wegen der Korrité, Fest zum Ende des Ramadans, ging auch dieses Mal nicht viel vorwärts.

Naja, die Senegalesen lieben ihre Feste!

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