Dezember 2025 Senegal

Dienstag 9.12.25 ist der grosse Tag: Unser 1. Container kommt in Ziguinchor, im Centre de readaption physique de Zigunchor, an.
Es ist ein kleines Wunder. Denn am Zoll in Dakar wollte man 12’000sFr oder der Container werde beschlagnahmt. Das Argument, dass es doch Hilfsgüter seien, beeindruckte nicht, das könne ja jeder behaupten.
Ein grosser Dank geht an dieser Stelle an Bassirou Sy, denn ohne ihn hätte die Beschlagnahmung stattgefunden. Es ist seinen Kontakten und seinem Verhandlungsgeschick zu verdanken, dass wir am Ende ein Zehntel davon bezahlen mussten.

Mittwoch 10.12.25 wir haben 5 zusätzliche Helfer angestellt um zu entladen.
Wie geplant, wurde das Material für das Dispensaire de Belfort an diesem Tag abgeholt.
An diesem Tag entstand auch ein neuer Kontakt, es kamen Leute vom CROUSZ, der Université Assane Seck de Ziguinchor auf uns zu. (Das ist das interne Spital der Uni und eine Stiftung für beeinträchtigte Menschen). Sie fragten uns, ob wir auch für sie noch Material haben.
Also stellten wir für sie 2 der 8 Pflegebetten, Rollatoren, ein paar wenige Rollstühle, Krücken und Pflegematerial bereit. Als Dankeschön boten sie uns an, eine Reportage und Fotos zu machen.

Donnerstag 11.12.25 waren wir an der Université Assane Seck de Zuiguinchor eingeladen um das CROUSZ zu besichtigen. Dies war sehr interessant, sie haben ein gutes Ärzte Team, auch eine Zahnarztpraxis und eine interne Apotheke.

Zum Teil fehlt es an Materialien, oder sie sind veraltet, umso schöner, dass wir helfen konnten, damit die Studenten besser versorgt sind.

Nach der Besichtigung des CROUSZ ging unsere Tour weiter ins Dispensaire de Belfort.
Hier ist das fehlen von allem was es so braucht noch klarer ersichtlich, im Grunde kann man sagen, dass Jokko das Dispensaire von Grund auf neu eigerichtet und ausgerüstet hat.

Freitag 12.12.25 ist der Tag der Zeremonie, also der Verteilung der einzelnen Hilfsmittel (wie Rollstühle und Krücken) an die körperlich beeinträchtigen Menschen, welche sich an Mohaméd gewannt haben, weil sie ein Hilfsmittel benötigten.

Ich nehme vorneweg, dass eben besagte Menschen am Schluss der Zeremonie alle sehr zufrieden waren.
Wobei das ganze für mich eher ein Desaster war. Denn leider kam Mohaméd total unvorbereitet. Eigentlich war klar abgesprochen, dass wir, also insbesondere er, vorab schon selektionieren, wer für welche Rollstühle in Frage kommt (die Grossen für die voluminösen Frauen, usw…).
Aber 1. kam er zu spät, 2. hatte er nicht einmal die Liste der Empfänger/innen dabei, und musste dann noch kurzum eine neue schreiben. Was wiederum am Ende für Unmut sorgte, da nicht alle der ursprünglichen Liste einen Rollstuhl erhalten hatten.
Dann brachte er irgendwelche Leute mit, welche anfingen mir zu sagen was ich zu tun habe, und einfach begannen irgendwie Rollstühle und Krücken zu verteilen… kurz gesagt, es war ein einziges Chaos.

Glücklicherweise waren da noch Bassirou, und die Leute der Universität, die brachten so gut es ging ein bisschen Ruhe und Strucktur rein.

Es war ein Anfang, unser Debüt, und wie sagt man; aller Anfang ist schwer! Ich habe viel dazu gelernt in dieser doch eher anstrengenden Woche! Beim nächsten mal wird so einiges anders laufen.
Und Mohaméd wird die Konsequenzen seines Handelns tragen müssen.

Am Ende waren die Gesichter der verschiedenen überglücklichen Menschen… Also Ziel erreicht!
Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich erst mit ein wenig Abstand wirklich realisierte, was wir da geleistet haben. An dieser Stelle möchte ich ich nochmals von ganzem Herzen bedanken, bei Allen, die mir auf diesem Weg begleitet haben, unser Projekt unterstützt haben, mir mit Rat und Tat zur Seite standen… Denn alleine hätte ich das alles niemals in die Tat umsetzten können.

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